Unser größtes Projekt 2026: Ein alter Bauernhof in Kastl wurde im Holzbau aufgestockt – aus der früheren Stallung entstehen Büro- und Gewerbeflächen. Die Herausforderung lag in den vielen Übergängen zwischen altem Mauerwerk und neuem Holzbau. Wir haben den Bestandsgiebel neu armiert und verputzt und mit einem Gesims an die historische Traufseite angeglichen, die Holzfaserdämmung des Neubaus und die Halle verputzt, an allen Übergängen Dehnfugenprofile gesetzt, die Laibungen nach dem Fenstertausch neu hergestellt und den Sockel abgedichtet. Innen folgten Filzputz und ein Silikatanstrich im Airless-Verfahren.
- Ort
- Kastl
- Objekt
- Gewerbeobjekt
- Leistung
- Fassadensanierung, Malerarbeiten im Neubau, Holz- und Bautenschutz, Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
- Jahr
- 2026
So sind wir vorgegangen
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Ausgangslage: alter Hof, neuer Holzbau
Der Hof in Kastl hat Geschichte: dickes, über Jahrzehnte gewachsenes Mauerwerk, ein verwitterter Giebel mit zugemauerten und offenen Ziegelstellen. Auf die alte Stallung setzte der Zimmerer ein neues Geschoss in Holzbauweise – Platz für Büro- und Gewerbeflächen. Für uns hieß das: zwei völlig verschiedene Bauweisen, die am Ende wie aus einem Guss aussehen sollen.
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Die eigentliche Herausforderung: Übergänge von Alt auf Neu
Altes Mauerwerk und Holzbau bewegen sich unterschiedlich. Holz arbeitet mit Feuchte und Temperatur, massives Mauerwerk kaum. Wird beides starr mit einem durchgehenden Putz verbunden, reißt der Putz genau an dieser Linie – oft schon im ersten Winter. Deshalb haben wir an jedem Übergang zwischen Bestand und Neubau Dehnfugenprofile eingebaut. Sie nehmen die Bewegungen auf und trennen die Putzflächen kontrolliert, statt sie dem Zufall zu überlassen.
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Bestandsgiebel: neu armiert, verputzt – mit Gesims nach historischem Vorbild
Den alten Giebel haben wir ausgebessert, vollflächig mit Gewebe armiert und neu verputzt. Damit er nicht wie ein Fremdkörper wirkt, haben wir ihn gestalterisch an die alte Traufseite des Hofes angeglichen: Dort läuft zwischen den Geschossen ein Gesimsband um das Haus. Dieses Gesims haben wir am Giebel neu aufgebaut, ebenso die Eckbetonung. So nimmt der sanierte Giebel die Gliederung des historischen Hauses auf.
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Neubau und Halle: Holzfaserdämmung armiert und verputzt
Der Zimmerer hat den Neubauteil mit Holzweichfaserplatten gedämmt. Darauf haben wir eine Armierungsschicht mit Gewebe und anschließend den Oberputz aufgebracht. Holzweichfaser ist diffusionsoffen und speichert Wärme gut – der Putzaufbau muss dazu passen, damit Feuchtigkeit aus der Wand weiterhin nach außen entweichen kann. Die offene Halle wurde ebenfalls armiert und verputzt.
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Neue Laibungen am alten Stall
Am alten Stall wurden die Fenster getauscht. Dabei mussten die alten Laibungen weggestemmt werden. Wir haben sie neu hergestellt und sauber an die neuen Fensterrahmen angeschlossen. Gerade an Fenstern entscheidet sich, ob eine Fassade dicht bleibt: Ein sauberer Anschluss verhindert, dass Wasser hinter den Putz läuft.
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Sockel abgedichtet, Fassade mit Silikat gestrichen
Der Sockel ist der am stärksten beanspruchte Teil einer Fassade: Spritzwasser, Schnee und Bodenfeuchte. Wir haben ihn mit Sockeldichtputz armiert und gefilzt und zusätzlich eine Dichtschlemme aufgetragen. Gestrichen wurde der Sockel mit Silikonharzfarbe, die stark wasserabweisend ist. Die Fassadenflächen erhielten einen Anstrich mit Silikatfarbe – mineralisch, sehr diffusionsoffen und dauerhaft mit dem Putz verbunden. Für einen alten Hof mit Mauerwerk und eine Holzfaserdämmung gleichermaßen die richtige Wahl.
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Innen: Filzputz und Silikatfarbe im Airless-Verfahren
Auch die künftigen Büroräume haben wir verputzt: mit einem Filzputz, der eine feine, gleichmäßige Oberfläche ergibt. Gestrichen wurde anschließend mit Silikatfarbe im Airless-Verfahren. Das Spritzen bringt die Farbe schnell und sehr gleichmäßig auf – gerade bei großen Flächen und hohen Dachschrägen ein deutlicher Vorteil gegenüber der Rolle. Silikatfarbe ist zudem emissionsarm und atmungsaktiv, was dem Raumklima in Arbeitsräumen zugutekommt.
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Ergebnis: Alt und Neu aus einem Guss
Aus einem alten Stall ist ein moderner Gewerbebau geworden, der trotzdem zum Hof passt: hell verputzter Sockelbau, Holzschalung im Obergeschoss, der Giebel mit Gesims im Stil des historischen Hauses. Das Vorher-nachher-Foto an der Hausecke zeigt den Unterschied am deutlichsten – links die noch unsanierte Traufseite, rechts der fertige Giebel.