Schimmelsanierung in Töging am Inn: Ursachen gefunden, silikatisch neu aufgebaut

Küche nach der Schimmelsanierung: Wände und Decke silikatisch neu aufgebaut und weiß gestrichen

In dieser Mietwohnung in einem Mehrfamilienhaus waren Decke und Wände großflächig von Schimmel befallen. Wir haben den Befall abgetötet, alle belasteten Farb- und Putzschichten abgefräst und die Flächen silikatisch neu aufgebaut. Mindestens genauso wichtig: die Ursachen. Unsere Messungen zeigten drei – eine durch ein undichtes Dach durchfeuchtete Wand, kalte Außenecken durch Wärmebrücken und eine allgemein hohe Raumluftfeuchte. Zum Abschluss haben wir dem Kunden das richtige Lüften erklärt und ihm ein Hygrometer geschenkt.

Ort
Töging am Inn
Objekt
Mehrfamilienhaus
Leistung
Schimmelsanierung, Malerarbeiten im Bestand
Jahr
2025

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So sind wir vorgegangen

  1. Ausgangslage: großflächiger Befall an Decke und Wänden

    Der Schimmel hatte sich nicht nur in einer Ecke festgesetzt, sondern über große Teile der Decke ausgebreitet, dazu kamen zahlreiche Flecken an den Wänden. Bei diesem Ausmaß ist klar: Abwischen oder Überstreichen hilft nicht. Der Befall sitzt in den Farb- und Putzschichten, und solange die Ursache bleibt, kommt er zurück.

  2. Ursachensuche: Wir haben gemessen statt geraten

    Schimmel braucht Feuchtigkeit – die Frage ist, woher sie kommt. Unsere Messungen ergaben gleich drei Ursachen. Erstens: Eine Wand war deutlich durchfeuchtet, das Messgerät zeigte Werte im nassen Bereich. Die Quelle war ein undichtes Dach, das zeitgleich mit unserer Sanierung repariert wurde. Zweitens: An den Außenecken lag die Oberflächentemperatur bei nur 13,5 °C, obwohl der Raum über 20 °C warm war – typisch für Wärmebrücken. Bei einem gemessenen Taupunkt von 9,8 °C erreicht die Luft direkt an diesen Ecken bereits rund 78 % relative Feuchte – ab etwa 80 % kann Schimmel wachsen, bei höherer Raumfeuchte kondensiert dort Wasser. Drittens: Die Raumluftfeuchte war im Alltag insgesamt zu hoch. Erst wenn alle drei Punkte angegangen werden, bleibt die Wand dauerhaft trocken.

  3. Abtöten und befallene Schichten abfräsen

    Zuerst haben wir den Befall mit einem Fungizid abgetötet, damit beim weiteren Arbeiten keine lebenden Sporen im Raum verteilt werden. Danach wurden alle belasteten Farb- und Putzschichten abgefräst – bis auf einen sauberen, tragfähigen Untergrund. Diese Schichten sind das Nährmedium des Schimmels; bleiben sie an der Wand, wächst er unter einem neuen Anstrich weiter.

  4. Silikatisch neu aufgebaut und gestrichen

    Den Neuaufbau haben wir komplett silikatisch ausgeführt. Silikatische Materialien sind stark alkalisch und damit von Natur aus ein schlechter Nährboden für Schimmel – ganz ohne Biozide in der Farbe. Zudem sind sie sehr diffusionsoffen: Feuchtigkeit wird aufgenommen und wieder abgegeben, statt sich an der Oberfläche zu sammeln.

  5. Richtig lüften – und ein Hygrometer zum Abschied

    Die beste Sanierung hält nur, wenn die Raumluftfeuchte im Rahmen bleibt. Deshalb haben wir dem Kunden erklärt, wie er richtig lüftet: mehrmals täglich kurz und kräftig mit weit geöffneten Fenstern statt dauerhaft gekippt, vor allem nach Kochen, Duschen und Wäschetrocknen. Dazu gab es ein Hygrometer als Geschenk – damit sieht er jederzeit selbst, ob die Luftfeuchte im grünen Bereich ist. Das undichte Dach wurde zeitgleich mit unserer Sanierung repariert – damit war die wichtigste Feuchtequelle beseitigt, bevor wir neu aufgebaut haben.

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